Festredner OB Starke ignorierte das Thema: Bahnausbau durch Bamberg!


Sogar dem Fränkischen Tag (FT) ist es aufgefallen und er berichtete am Montag, den 19. Januar 2026 davon, dass OB Starke in seiner Neujahrsrede am 17. Januar 2026 in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle, besonders heikle Punkte, wie das Ankerzentrum oder den Bahnausbau durch Bamberg nicht ausreichend würdigte.
Den Bahnausbau durch Bamberg nur am Rande einer Festrede zu erwähnen wird der Bedeutung und den immensen Auswirkungen für die Stadt und seine Bürger nicht gerecht - ist aber nachvollziehbar. Schließlich war es die Stadtspitze - die geködert von Versprechungen der DB AG zum Voll-Lärmschutz für Bamberg - ihre Zustimmung zum 4-gleisigen Bahnausbau durch Bamberg signalisierte. Die Zustimmung beinhaltet auch das Nichteinsprechen der Stadt Bamberg - während der Offenlegungsphase - in das Planfeststellungsverfahren zwischen Hallstadt und Zapfendorf und nach Erlass des Planfeststellungsbeschlusses am 30.Juli 2015 durch das Eisenbahn-Bundesamt (Nürnberg) stand die Bahn plötzlich 4-gleisig >Am Börstig<, also auf Bamberger Stadtgebiet und damit ist für die Bahn der Weg frei zum 4-gleisigen Weiterbau nach und durch Bamberg.

im Klartext heißt das: Der 4-gleisige Bahnausbau durch Bamberg wurde bereits am 30.Juli 2015 >Am Börstig< entschieden!.

Alle weiteren Aktivitäten der Stadtspitze, z. B. die Erklärung der Ostumfahrung zur ökologischen Todsünde und die Scharmützel der GroKo des vormaligen und des noch amtierenden Stadtrats, z. B. die queren Tunnellösungen oder die für Mensch und Tier überflüssigen Grünbrücken in Stadt und Land aber auch die Schnapsidee des Doppel-Kreisels von der Theresienstraße hin zur Nürnberger Straße auf den TOOM-Parkplatz wurden hochstilisiert und von den Stadträten der Ahnungslosen< gefeiert. Übrigens, die Schnapsidee des Doppelkreisels stammt nicht vom Baureferenten sondern vom DB Planungsbüro Emch & Berger in Nürnberg.

Darüber hinaus ist es jedoch mit Lug und Trug gelungen, alle Widerstände aus dem Weg zu räumen, die dem 4-gleisigen Bahnausbau durch Bamberg noch hinderlich entgegenstanden. Hierzu gehörte neben der Bahnsinn-Umfahrung vor allem die Ostumfahrung der Bahn. Mit der Abwahl jeglicher Ostumfahrungen am 27.04.2016 wurde auch dieses letzte Hindernis beseitigt, das der Bahn in eigener Sache noch im Wege stand.

Bleibt noch festzustellen, dass die sog. Bamberger Entscheidungsträger nicht nur sämtliche Wünsche der Bahn im vollen Umfang erfüllten - die Bahn hat nämlich nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie durch Bamberg fahren will! Ja, die Bahn darf sogar in aller Öffentlichkeit behaupten, dass sie mit dem 4-gleisigen Bahnausbau durch Bamberg einzig und allein nur dem Beschluss der Mehrheit des vormaligen Bamberger Stadtrats vom 06. März 2018 folgte.

Die Quintessenz aber ist, dass die Namen derjenigen, die diese Jahrhundert-Fehlentscheidung zu verantworten haben, wieder auf den Wählerlisten für die Kommunalwahl in Bamberg am 08. März 2026 auftauchen und dort sogar als Kandidaten für den OB-Posten bzw. für den Stadtrat. Im Umkehrschluss werden sich die Verantwortlichen der Stadtspitze in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Na dann - PROSIT NEUJAHR - und nur weiter so!



Zurück zu aktuellen Beiträgen.